Vienna Racket Club
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    3. WBV Doppelturnier 2013/14

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    3. WBV Doppelturnier 2013/14

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    3. WBV Doppelturnier 2013/14

  • (Foto: Sven Heise)


Lange hat die Pause gedauert, aber mit dem 4.D-Turnier am 8.Oktober 2017, melden wir uns zurück von der Sommerpause. Wir waren diesmal wieder als Veranstalter dran und Steffi hatte auch gleich von Anfang an am meisten zu kämpfen.

Ich verspätete mich an diesem Sonntag um ein paar Minuten von den geforderten 8:30, desto überraschter war ich, als ich die bisher eingetroffenen Teilnehmer vor der Garderobe begegnete. Auf die Frage worauf sie warteten, kam als Antwort "Wir wechseln die Halle". Ich lachte kurz auf, weil ich doch dachte da will mich jemand auf den Arm nehmen, nur um danach zu sehen, dass mich alle anstarrten und angrinsten. Als ich die Steffi dann am Telefon sah, war mir klar, dass die Sache offenbar doch ernst gemeint war. Nichts desto trotz, Steffi war natürlich Dame der Lage und hatte alles im Griff. Somit erfolgte die Massenabwanderung von Alterlaa nach Liesing und das Turnier konnte mit halber Stunde Verspätung gestartet werden.

Wenn man sich diesmal das Teilnehmerfeld ansah, konnte ein C-Turnier schon ziemlich neidisch auf uns herabblicken. So nahmen schon Topspieler wie Hasib, Andi und Fresser ihre Qualifikationsspiele auseinander. Ein gewisser Josef Hundsbichler musste sogar um seinen Platz im Hauptbewerb bangen und zwei Matchbälle gegen Seidler abwehren, nur um doch in drei Sätzen zu gewinnen. So ergaben sich für ein D-Turnier extrem starke Gruppen C und D.

Aber beginnen wir bescheiden mit Gruppe A. Da befinden sich niemand geringeres als das topgesetzte Urgestein Gernot, meiner Wenigkeit, mein Erzfeind in der Kategorie "Best VRC-Asian" Willi und David Hell (WBH). Ich begann mein Turnier gegen Willi, wir kannten uns natürlich bereits in- und auswendig und gegen mich ist er immer topmotiviert. Ich muss ehrlich gestehen, ich gewann diese Partie wahrscheinlich nur, weil  Willi nervös ins Turnier startete, zeigte er später nämlich ganz beherzte Auftritte gegen Hell und Gernot, gegen die ich überhaupt nicht ins Spiel fand und sang und klanglos unterging. Gernot gab zwar unerwartet gegen Hell einen Satz ab, trotzdem beendete er die Gruppenphase als Erster vor Hell. Willi wird im C-Turnier die Möglichkeit bekommen, mehr Punkte einzuheimsen als bei diesem D-Turnier.

Die Gruppe B stand der Gruppe A im Bereich "Bescheidenheit" nichts nach, in der sich Alex mit Franschitz (Sportivo), Nagl und Stangl (beide Badmintonpoint) herumschlagen musste. Aber gut, nach schwierigen Auslosungen in der Vergangenheit, nutzte Alex diesmal die Gunst der Stunde um die Gruppe als Sieger zu verlassen. Sehr stark. Er machte sich zwar gegen Nagl selber das Leben ein wenig schwer (in drei Sätzen), spielte dafür gegen Stangl und Franschitz doch souverän. Da sich sowohl Franschitz als auch Nagl gegen Stangl durchsetzten, kam es schlussendlich zum Showdown um Gruppenplatz 2, wo Franschitz in drei Sätzen die Nase vorne hatte.

Nach dem ich doch ein wenig herablassend über die ersten zwei Gruppen (sorry war nicht böse gemeint) geschrieben habe, ist das natürlich den beiden nächsten Gruppen zu verdanken, die ich in meiner D-Laufbahn kaum stärker besetzt sah als diesmal.

So musste sich VRC-Andi bereits in der Gruppenphase mit Hasib, letztem D-Turniersieger Kuerten (beide URW) und dem immer topaufspielenden Pötzelberger (WBH) messen. Hasib als klarer Turnierfavorit dürfte bereits beim ersten Spiel gegen Pötzelberger gemerkt haben, dass ihm hier in der Gruppe nichts "geschenkt" wird auch wenn es am Ende aufgrund seiner Klasse doch locker reichte und seine Jacke noch nicht auszog. Seine zweite Partie gegen Kuerten lief, sagen wir mal nett, "kurios" (22-20, 29-27) und mehr als kräftesparend ab. Ein Schelm, wer böses dabei denkt! Wie schlug sich Andi? Er gewann seine erste Partie gegen Kuerten in kräfteraubenden drei Sätzen, welche ihm aber womöglich das Spiel gegen Pötzelberger kostete. Dieser wiederum hatte wiederum im letzten Gruppenspiel gegen einen "frischen" Kuerten doch dann das Nachsehen. Für den platten Andi war dann gegen Hasib natürlich noch weniger zu holen, auch wenn er sich wegen Herumspielereien fast doch noch den zweiten Satz einheimste (21-12, 21-19). Somit endete die Gruppe C mit 1. Hasib, 2. Kuerten, 3. Pötzelberger, 4. Andi.

Die Gruppe D konnte man als "Todesgruppe light" bezeichnen, spielten hier doch unser Marko gegen Fresser, Baddigam (beide Donaustadt) und Josef Hundsbichler (WAT). Hier waren die Spiele allerdings wirklich immer hart umkämpft und Steffi schimpfte schon sarkastisch, dass sie mit ihren 3-Satzspielen (4 von 6 Partien) den ganzen Spielbetrieb aufhielten. Marko hatte mit einem lästigen Hundsbichler sein "Starttraumlos" und knapp den kürzeren gezogen (18-21, 22-20, 18-21). Auch in der Parallelpartie verließ Fresser erst in drei Sätzen gegen Baddigam das Feld als Sieger. Nach der harten Partie gegen Hundsbichler musste Marko sich auch Fresser geschlagen geben, konnte sich aber nach einem engen 3-Satzsieg gegen Baddigam doch noch Platz 3 in der Gruppe sichern. Wie knapp die Gruppe war bewies Baddigam, der als Gruppenletzter gegen alle drei Gegner über die volle Distanz ging. Im Gruppenfinale war allerdings irgendwie die Luft draussen, in dem sich Josef mit 9, 14 gegen Fresser durchsetzte.

Die Halbfinale lauteten so Gernot gegen Hundsbichler, alt gegen jung und Alex gegen Hasib Nichtfavorit gegen Favorit.

Während alt gegen jung sich wenigstens in den dritten Satz kämpfen konnte, musste Gernot schlussendlich doch anerkennen, dass Josef im Moment wieder starkes Badminton aufbieten. Alex hingegen befürchtete schon im Voraus das gegen Hasib nichts zu holen war und dem war es auch so. Der Urwler spielte sich ein wenig und ließ seine Jacke an.

In Spiel um Platz 3 rechnete sich Alex gegen Gernot wieder Chancen aus, jedoch war an dem Tag vielleicht der Zenit überschritten, und er lieferte seiner Meinung nach seine "schlechteste" Partie an dem Sonntag. Trotzdem starker Auftritt von unseren beiden VRClern.

Und im Finale der Qualifikanten fragte man sich nur, wird Josef es schaffen, Hasib zum Jackenausziehen zu zwingen? Nicht ganz, auch wenn Josef der technisch und läuferisch der bis dato beste Gegner war, mit dem sich Hasib an dem Tag duellierte, reichte es am Ende nur zu einem großen Schweißfleck auf der Jacke (21-15, 21-18). Man merkte auch, dass Hasib nur 4 1/2 Zweisatzspiele (sorry, das Kuerten Spiel kann man als kein ganzes zählen :o)) hinter sich hatte, während sich Josef in vier seiner fünf vorherigen Spiele durch drei Sätzen kämpfen musste.

Somit sammelten unsere beiden Finalisten fleißig Punkte und wir müssen sie hoffentlich für eine Weile nicht mehr im D-Turnier sehen :D. Verabschieden werden sich wohl auch Gernot und Alex müssen, da sie diesmal voraussichtlich aus der D-Rangliste fallen. Glückwunsch an alle Teilnehmer. 

LG MiT